Weinkisten aus Holz — kostenlos bekommen oder kaufen?
Holzkisten für Wein haben zwei Leben: erst als Transportverpackung, dann als Regal, Kräuterkasten, Werkzeugkiste oder Geschenkverpackung. Wer eine sucht, hat meistens das zweite Leben im Sinn.
Wo es gebrauchte Kisten kostenlos gibt
Der ehrliche Hinweis zuerst: Gebrauchte Weinkisten bekommt man oft umsonst.
- Im Weinfachhandel vor Ort. Viele Händler geben leere Kisten mit, wenn man
fragt — sie müssen sie sonst entsorgen.
- In Getränkemärkten und bei Winzern direkt, besonders nach dem Weihnachtsgeschäft.
- Über Kleinanzeigen, meist in größeren Posten.
Was man dabei bekommt: meist große Zwölfer- oder Sechserkisten, oft mit Stempeln, Nägeln, Klammern und Gebrauchsspuren. Für ein Regal oder den Garten ist das genau richtig.
Wann sich der Kauf lohnt
Wenn die Kiste selbst Teil des Geschenks ist. Eine gebrauchte Zwölferkiste mit fremdem Logo taugt zum Bauen, nicht zum Überreichen.
Beim Kauf bekommt man drei Dinge, die eine gebrauchte nicht hat:
- Die passende Größe. Ein oder zwei Flaschen statt sechs oder zwölf.
- Einen Verschluss. Kisten mit Scharnier und Verschluss lassen sich öffnen und
wieder schließen, ohne aufgehebelt zu werden.
- Eine saubere Oberfläche, die man gravieren oder beschriften kann.
- Wein Holzkiste mit Scharnier — für eine Flasche
- Holzkiste mit Scharnier für zwei Flaschen
- Wein Holzkiste mit Gravur — wenn es persönlich werden soll
Ein oder zwei Flaschen?
Eine Flasche reicht, wenn der Wein selbst der Anlass ist — ein Portwein zum runden Geburtstag, ein Jahrgang zum Jubiläum.
Zwei Flaschen sind die bessere Wahl, wenn man eine Zusammenstellung verschenkt: ein Weißer und ein Roter, oder ein Portwein mit etwas dazu. Sie wirkt gefüllter und kostet nur wenig mehr.
Und wenn die Kiste schon dabei ist
Manche Weine kommen ab Werk in der Holzkiste — meist gereifte Portweine, bei denen die Verpackung zum Preis gehört.
Bei diesen beiden ist die Kiste kein Zubehör, sondern Teil des Weins.
Was man sonst noch braucht
Wer eine angebrochene Flasche verschenkt oder aufbewahrt, braucht einen Verschluss, der dichthält. Bei Portwein ist das weniger dringend als bei Wein — ein Tawny hält Wochen. Bei trockenem Weißwein entscheidet der Stopfen über zwei oder fünf Tage.